Weiterbildung zum halben Preis

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Waldspaziergang wrede blogDas Oberlandesgericht (OLG) Dresden hatte sich mit einem Fall zu befassen, bei dem eine Frau bei einem Ausritt durch Wald und Flur einen ausgewiesenen Reitweg verlassen hat und das Pferd am Zügel zu einem Rastplatz führte. Dabei wurde sie von einem Ordnungshüter „erwischt“ und vom Amtsgericht (AG) Pirna zu einer Geldbuße von 50 Euro verurteilt.

Der Vorwurf lautet: „Unerlaubtes Reiten auf nicht zum Reiten ausgewiesenen Wegen“.

Die Reiterin legte Rechtsbeschwerde ein. Sie argumentierte, dass sie das Pferd geführt und nicht geritten hat.  Ihre Beschwerde hatte Erfolg!  Nach Auffassung des OLG Dresden ist „das Führen“ eines Pferdes kein bußgeldbewährtes „Reiten“ im Sinne des Sächs.WaldGesetz.  Nach dem Wortsinn bestehe ein Unterschied zwischen „dem Führen“ und „dem Reiten“. Unter „Reiten“ versteht man die Fortbewegung des Menschen auf einem Tier. Demgebenüber werde beim „Führen“ das Tier gerade nicht zur Fortbewegung genutzt.

OLG Dresden, Beschluss vom 10.09.2015 Az.: – OLG 26 Ss 505/15 (Z)

 

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Trittverletzung : Offenstallanlage auf eigene GefahrPaddock Wrede-Farwick

Der Pferdehalter, der sein Pferd gemeinsam mit anderen Pferden in einer räumlich stark begrenzten Offenstallanlage unterbringt, nimmt ständige Interaktionen der zur Gruppe gehörenden Tiere in Kauf.

So entschied es das OLG Köln am 10. Dezember 2013 (Az. 18 U 98/13).

Im strittigen Fall waren 5 Pferde auf einem ca. 250 qm großen Auslauf untergebracht. Abends wird die Verletzung eines Pferdes festgestellt, die wohl durch den Tritt eines anderen Pferdes verursacht wurde. Der Halter des verletzten Pferdes stellte Schadensersatzansprüche gegen die anderen 4 Tierhalter.

Ein räumlich eng begrenzter Paddock birgt ein erhöhtes Verletzungsrisiko. Den Pferden ist es kaum möglich, bei rascher Bewegung nicht in den Interaktionsbereich eines anderen Pferdes zu gelangen und verletzungsträchtige Körperkontakte zu vermeiden.

Eine Inanspruchnahme der Halter der übrigen zur Gruppe gehörenden Pferde scheidet dann aus.

 

 

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Missverständnisse in der Kommunikation

Missverständnisse in der Kommunikation

Warum kommt es eigentlich immer wieder zu Missverständnissen?

Kennen Sie das auch? Sie möchten Ihrem Kollegen etwas raten und er ist beleidigt! Dabei haben Sie es doch gar nicht so gemeint!

Der Kern eines Konflikts ist oft das direkte Gespräch von Mensch zu Mensch.

Woran liegt das?

Gehen wir zurück auf Schulz von Thun. Er analysiert, dass der Mensch mit vier Mündern spricht und mit vier Ohren hört. Was genau heißt das? Der, der etwas sagt, tut es immer auf vier Ebenen. Er vermittelt eine Information auf der Sachebene, gibt dadurch aber selber etwas von sich Preis.  Auch die Beziehung zwischen den beiden Gesprächspartnern spielt eine wichtige Rolle und kommt unbebewusst zum Ausdruck. Genauso sagt Schulz von Thun, dass man mit jeder Nachricht auch einen Appell sendet. Der Wissenschaftler Paul Watzlawick hat zuvor unterstrichen, dass man „nicht nicht kommunizieren“ kann. Zu kompliziert?

Kommunikation ist immer ein Prozess. Der Sender schickt eine Botschaft, die in sprachliche und nicht sprachliche Zeichen verschlüsselt wird. Der Empfänger muss diese Nachricht entschlüsseln. Entschlüsselt er falsch oder passen die gesprochenen Worte nicht zur Mimik, Haltung oder Gestik stehen schnell Missverständnisse im Raum.

Nein, es gibt keine Gebrauchsanweisung für die richtige Kommunikation, aber es gibt Aspekte, für die man sensibilisiert sein sollte.

Merken wir uns also:

Ein Gespräch hängt nicht nur davon ab, welche Informationen wir austauschen, sondern auch, wie wir dabei miteinander umgehen. 

Und auch, „Wenn jemand nicht mit dir redet, möchte er dir etwas sagen!

 

 

ReguFrei Wred-EvelsEinstellvertrag – Beweislast – falsches Futter

Der Inhaber eines Reitbetriebes, bei dem ein Pferd untergestellt und versorgt wurde, ist auf Schadensersatz verklagt worden, weil er durch falsches Futter den Tod des Pferdes eines Einstallers verursacht haben soll. Der Pferdehalter behauptet, dass Mitarbeiter des Reitstalles sein Pferd vorsätzlich über mehrere Tage hinweg mit Stroh gefüttert hatten, obwohl bekannt war, dass das Pferd eine Stroh-Unverträglichkeit hat. Diese falsche Fütterung soll die Ursache für die Kolik und die spätere Euthanasie des Pferdes gewesen sein.

Das Landgericht Coburg entschied, dass der Eigentümer eines Pferdes nur dann einen Anspruch auf Schadensersatz wegen falscher Fütterung hat, wenn ihm der Nachweis gelingt, dass der Reitstall-Betreiber das Pferd falsch gefüttert hat. Trotz der Vernehmung von sechs Zeugen, konnte der Halter diesen Beweis nicht antreten. Das Gericht glaubte den Zeugen die bestätigten, dass das Pferd ordnungsgemäß nur mit Heu gefüttert wurde.

Einen Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens zur Frage der Heuqualität lehnte das Gericht ab, weil keine Reste der letzten Fütterung vorhanden waren.

Wegen der verbliebenen Zweifel an der Ursächlichkeit des verabreichten Futters an der Erkrankung blieb die Schadensersatzklage erfolglos.

Landgericht Coburg, Urteil vom 14.01.2013, Az. 14 O 518/12

 

 

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ReguFrei-Wrede TurnierunfallTypische Tiergefahr – Sturz – Schadensersatz

Voraussetzung für eine Haftung des Tierhalters ist bekanntlich, dass der Schaden durch ein der tierischen Natur entsprechendes, selbständiges und willkürliches Verhalten des Tieres verursacht wird. Noch immer gibt es darüber Meinungsverschiedenheiten, die dann gerichtlich geklärt werden müssen. So auch im nachfolgenden Fall:

Ein Mädchen nahm an einem Reitturnier teil, zu dem sie sich das Pferd eines Bekannten geliehen hatte. In Vorbereitung auf das Springen hatte sie bereits einige Sprünge auf dem Abreiteplatz absolviert. Bei einem weiteren Versuch stürzte das Pferd und überschlug sich. Dabei fiel das Pferd auf die bereits am Boden liegende Reiterin und verletzte sie schwerst.

Bei der Ursache für den Sturz stellte man im Nachhinein fest, dass das Pferd unter einer Verletzung seiner Vorderfußgelenke litt und das die Ursache für den Sturz war. Die Reiterin verlangte daraufhin Schadensersatz von dem Pferdehalter.

Der Fall landete schließlich beim OLG Braunschweig. Nach dessen Ansicht war der Sturz des Pferdes aber nicht auf ein willkürlich, tierisches Verhalten zurück zu führen. Stürzt ein Pferd und fällt quasi als sogenannte „tote Masse“ auf den Reiter, gilt dies nicht als ein vom Pferd ausgehendes, selbständiges Verhalten.

Ein Schadensersatzanspruch gegen den Tierhalter lehnte das Gericht aus diesem Grunde ab.

Der Fall wäre anders zu beurteilen gewesen, wenn der Sturz infolge eines Durchgehens oder Verweigerns des Pferdes passiert.

Oberlandesgericht Braunschweig, Urteil vom 20.11.1981, Az.  -2 U 73/81-

 

 

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Wrede-ReitunfallReitschule – Unfall – Haftung

Die Inhaberin einer Reitschule haftet nicht für den Unfall einer 5-jährigen Reitschülerin, weil nicht festgestellt werden konnte, dass der Sturz auf ein unberechenbares Verhalten des Ponys zurück zuführen war.

So entschied es das Oberlandesgericht (OLG) Hamm in seiner Entscheidung vom 11.01.2013 (12 U 130/12).

Die 5-Jährige hatte in der Reitschule Unterricht auf einem Pony. Hier wurde sie von einer 20-jährigen Aushilfe geführt. Bei einer Gleichgewichtsübung sollte das Mädchen freihändig im Schritt reiten. Dabei rutschte sie seitlich vom Pferd, ohne dass das Pony gebuckelt oder gescheut hat. § 833 BGB (Haftung des Tierhalters) scheidet als Anspruchsgrundlage folglich aus, so die Richter.

Auch eine sonstige Verletzung von Sorgfaltspflichten konnten die Richter nicht feststellen. Die Auswahl der mit dem Reitunterricht betrauten Aushilfe war nicht zu beanstanden. Diese habe nach ihrem Alter, Kenntnissen und Fähigkeiten die Reitstunde sachgerecht durchgeführt. Auch die Gruppengröße und die Dauer der Reitstunde war angemessen, genau wie die Übung zur Förderung des Gleichgewichts. Die 5-Jährige hatte vor der Stunde schon Reiterfahrung und ist auch schon im Trab und Galopp geritten. Es war nicht damit zu rechnen, dass sie am Ende der Reitstunde seitlich vom Pony rutscht.

Die Klage auf Schadensersatz wurde abgewiesen.

 

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Fakten und Zahlen zur Berufsbildung

Wrede Blog BerufsbildungsberichtMit 7,4 Prozent hat Deutschland die mit Abstand niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union.

Das duale System ist für mehr als 500.000 junge Menschen der Einstieg in eine qualifizierte berufliche Tätigkeit.

Insgesamt hat sich die Lage am Arbeitsmarkt für die Jugendlichen leicht verbessert. Im Ausbildungsjahr 2013/2014 wurden zwar 1,4 Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen als das Jahr zuvor, aber davor waren es 3,7 Prozent weniger. 37.100 gemeldeten unbesetzten betrieblichen Ausbildungsstellen standen 20.900 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber. Diese Tatsache schuldet nicht nur der demographischen Entwicklung, sondern auch einer gestiegenen Studierneigung. Für die Betriebe wurde es schwieriger, ihre angebotenen Ausbildungsstellen zu besetzen.
Der Berufsbildungsbericht 2015 stellt fest:

  • Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging um minus 1,4 Prozent auf rund 522.200 zurück. Dabei sank die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge in geringerem Umfang (minus 1,1 Prozent auf 502.100), die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsverträge deutlich stärker (minus 7,1 Prozent auf 20.100).
  • Die Zahl der gemeldeten unbesetzten betrieblichen Ausbildungsstellen erreichte mit rund 37.100 (plus 10 Prozent) im langjährigen Vergleich einen neuen Höchststand.
  • Die Zahl der unversorgten Bewerberinnen und Bewerber ging gegenüber dem Vorjahr auf rund 20.900 (minus 0,8 Prozent) zurück. Noch stärker ist der Rückgang von Bewerberinnen und Bewerbern, die eine Alternative zur Ausbildung begonnen haben (z.B. berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, Praktikum, Einstiegsqualifizierung), aber unabhängig davon weiterhin nach einer Ausbildungsstelle suchen und eine entsprechende Vermittlung durch die Bundesagentur für Arbeit wünschen (Rückgang von minus 3,5 Prozent auf 60.300).
  • Es wird grundsätzlich schwieriger, das betriebliche Angebot und die Nachfrage der Jugendlichen – beruflich, regional und anforderungsspezifisch – zusammenzuführen. (Besetzungsproblematik für die Betriebe)
  • Die Zahl der jungen Menschen im Übergangsbereich ist seit 2005 deutlich gesunken (um mehr als 160.000 verringert).   Die Ausbildungsanfängerquote junger Menschen mit Migrationshintergrund  (32,1 Prozent) liegt deutlich unter der junger Deutscher (57,0 Prozent).
  • Die Zahl der jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss ist seit 2012  (13,1 Prozent) kontinuierlich zurückgegangen.
  • Im Jahr 2014 hat jeder zweite Deutsche im erwerbsfähigen Alter an mindestens einer Weiterbildungsmaßnahme teilgenommen.

 

Quelle: Bildungsbericht 2015 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

HaHaftung des Tierarzt beim PferdekaufPferdetritt beim Tierarztftung – Tierarzt – Pferdekauf

Ein vom Verkäufer eines Pferdes beauftragter Tierarzt muss einer Käuferin keinen Schadensersatz leisten, weil die Haftungsbeschränkung ausschließlich mit dem Verkäufer vereinbart wurde.

Was war passiert?

Die Klägerin erwarb von einem Pferdehändler einen 6-jährigen Wallach. Die Ankaufsuntersuchung führte ein Tierarzt auf Rechnung und im Auftrag des Pferdehändlers durch. Mit diesem hatte der Tierarzt vereinbart, dass er nur gegenüber in seinem Auftrag namentlich erwähnten Dritten haften könne. Die Käuferin des Pferdes wurde in dem Auftrag namentlich nicht erwähnt.

Als der Wallach rd. 1,5 Jahre später an Arthrose erkrankte, verlangte die Käuferin vom Tierarzt Schadensersatz mit der Begründung, dass seine Ankaufuntersuchung fehlerhaft gewesen sei, weil die Arthrose nicht festgestellt und erwähnt wurde.

Das Gericht ließ es offen, ob dem Tierarzt tatsächlich eine fehlerhafte Ankaufsuntersuchung vorzuwerfen ist. Die Klage wurde allein deshalb abgewiesen, weil die Käuferin nicht Vertragspartnerin des Tierarztes war und dieser allein durch den Verkäufer beauftrag worden war. Der dem Tierarzt erteilte Auftrag entfalte keine Schutzwirkung zu Gunsten der Käuferin, so die Richter. Aufgrund einer vertraglichen Absprache sei sie aus dem Schutzbereich des Vertrages zwischen dem Verkäufer und dem Tierarzt ausgeklammert worden, was rechtlich zulässig sei.

Im Übrigen sei die Käuferin nicht schutzbedürftig, weil sie ja den Verkäufer aus dessen Gewährleistung habe in Anspruch nehmen können. Leider hatte sie diese aber verjähren lassen.

Urteil des Oberlandesgericht Hamm vom 29.05.2015 (12 U 178/12).

 

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Wrede-TechnologieEffektiver arbeiten – Moderne Kommunikationstechnologie macht’s möglich!

Informationsmangel und fehlende Erreichbarkeit sind bekannte Stolpersteine einer geglückten Projektarbeit.

Teamarbeit = Kommunikation!

Moderne Kommunikationsmodelle können dieses Problem lösen! Mitarbeiter müssen jederzeit Zugriff auf alle Daten und Informationen haben. Auch sollten virtuelle Konferenzen durch optimale Kommunikationsmedien gestützt sein. Zeitersparnis ist immer auch Kostenersparnis.

Effizient durch moderne Kommunikationstechnologie! Arbeitsprozesse werden optimiert, Reisekosten zum Beispiel minimiert. Nicht zuletzt macht das ein Unternehmen auch wettbewerbsfähiger. Durch optimierte Prozesse wird kundenorientierter gearbeitet und flexibler auf Veränderungen eingegangen. Zunächst aber müssen die Anforderungen genau definiert und die Voraussetzungen des Unternehmens analysiert werden, um das richtige Kommunikationssystem herauszufiltern. Die Kommunikationsinfrastruktur wird in Zukunft unvorstellbar weit vernetzt sein!

Der Verband Büro-, Sitz-, und Objektmöbel hat 450 Personalleiter und Geschäftsführer mit direkter Personalverantwortung  sowie 1000 Beschäftigte im Bürobereich zur Vernetzung am Arbeitsplatz befragt. Ergebnis dieser Studie ist, dass nur 50 % der Beschäftigten glauben, dasss ihre Arbeitsplatzgestaltung geeignet ist, Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Kollegen zu unterstützen. Die anderen 50% sind der Meinung, dass dringender Handlungsbedarf bei der medialen Gestaltung ihrer Arbeitsplätze besteht. Auffällig ist der unterschiedliche Umgang mit den Medien je nach Altersklasse. Demnach stellen jüngere Mitarbeiter Fragen meist über digitale Plattformen an mehrere Personen, da sie auf diese Weise umgehend Antworten erhalten. Ältere Kollegen fragen zumeist per Telefonanruf oder E-mail. Laut Studie fallen nicht nur unterschiedliche Kommunikationswege im gleichen Unternehmen auf, sondern auch Missverständnisse, die durch unterschiedliche Ausdrucksweisen entstehen. Personalverantwortliche bezeichnen die Kommunikation älterer (30-50 jährig) Mitarbeiter eher als zeitraubend und weitschweifend, während unter 30-Jährige ihre Anliegen direkt formulieren. Bei 12% der befragten Unternehmen fürhren diese unterschiedlichen Ausdrucksformen immer wieder zu Problemen in der Zusammenarbeit.

Erstaunlich! Global wird davon ausgegangen, dass die mediale Welt längst in allen Büros Einzug gehalten hat. Offensichtlich ist das falsch! Es bleibt also viel Verbesserungspotential, vor allem im Aufbau einer Kommunikationsstruktur in den Unternehmen!

Pensionsbetrieb in der PflichtKolik – Schadensersatz – Einstellvertrag – Beweislast

Koliken bei Pferden können bekanntlich zahlreiche Ursachen haben. Leidet ein in einem Reitbetrieb untergestelltem Pferd an einer Kolik, stellt sich für dessen Eigentümer die Frage, ob von dort bei der Fütterung/Haltung alles richtig gemacht wurde oder, ob evtl. vertragliche Pflichten aus dem Einstellungsvertrag  verletzt wurden.

Mit eben dieser Frage, wen die Beweislast für eine mögliche Verletzung dieser Pflichten trifft, hatte sich das Landgericht (LG) Coburg zu befassen (Az. 14 O 518/12).

Im Streitfall verlangte der Eigentümer eines Pferdes Schadensersatz vom Inhaber des Reitstalls. Sein Pferd hatte eine Kolik bekommen, die dramatisch verlief. Trotz einer Not-Operation musste das Pferd eingeschläfert werden. Nach Auffassung des Eigentümers wurde die Kolik durch das Verfüttern von Stroh ausgelöst, obwohl bekannt war, dass das Pferd eine Strohunverträglichkeit hatte. Der Inhaber des Reitstalls bestätigte, dass das Pferd nur mit Heu von guter Qualität gefüttert wurde und die Fütterung demnach auch nicht Auslöser für die Kolik war.

Die Richter des LG Cobug entschieden, dass derjenige, der mit einer Behauptung Schadensersatz verlangt, den Beweis der Pflichtverletzung zu führen hat. Bleiben, wie im zu entscheidenden Fall,  Zweifel, ob tatsächlich Stroh Ursache für die Kolik war, kann der Inhaber des Reitstalls nicht zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt werden.

 

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